Kommeno und das Massaker von 1943
Das Dorf an der Mündung des Arachthos, wo deutsche Truppen am 16. August 1943 317 Zivilisten töteten.
- Lage
- Etwa 16 km südöstlich von Arta, am Arachthos
- Einwohner
- 411 (Zensus 2021)
- Massaker
- 16. August 1943
- Opfer
- 317 (offizielle Liste)
Kommeno ist ein Dorf bei Arta an der Küste des Ambrakischen Golfs, am Arachthos kurz vor dessen Mündung in den Golf, etwa 16 km südöstlich der Stadt. Es wird erstmals 1696 erwähnt, als die Dorfbewohner den Osmanen den Zehnten und Venedig jährlich 60 Reales Tribut für den Schutz vor Piraten zahlten.
16. August 1943
Am Morgen nach dem Fest der Entschlafung drang eine Einheit der deutschen Wehrmacht als Vergeltung für Lebensmittelrequirierungen der griechischen Widerstandsbewegung ins Dorf ein. Sie tötete 317 Zivilisten, darunter 73 Kinder unter zehn Jahren, und brannte fast alle Häuser nieder. Deutsche Berichte behaupteten fälschlich, 150 Partisanen seien getötet worden. Zahlen: Die englische Wikipedia nennt 317 Opfer mit 73 Kindern, die griechische 317 mit 97 Kindern und 119 Frauen, die Aufschlüsselung hängt also von der Quelle ab. Weitere 17 Menschen ertranken im Arachthos, als ein überladenes Boot kenterte.
Heute
Auf dem Dorfplatz trägt ein Denkmal die Namen und das Alter der Toten. Jeden August findet eine Gedenkfeier statt. Die Gegend lebt von Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei.
